Bibliothek Etirnias

Das Land

Politische Ordnung Tirnens
Die Länder Tirnens - eine Karte
Die Grafschaft Lublitz
Graf von Lublitz
Klakerista und Novosybill

Die Klakerista

Tirnen ist weitläufig und Boten waren lange Zeit Wochen unterwegs, um Botschaften von einem Baron zum anderen zu übermitteln.[read more=”Mehr” less=”Weniger”]

Sybille von Traunstein revolutionierte das Land von ihrem Sitz, der Feste Traunstein, aus.
Sie gründete eine Organisation mit dem Ziel, Nachrichten binnen Stunden über das Land zu verbreiten.
Die Klakerista waren geboren.

Semaphorentürme wurden an wichtigen Routen errichtet und Klakerista an jene Orte entsandt, um die Türme zu bedienen.
Barone und Fürsten mieteten sich bald eigene Klakerista, um Nachrichten von A nach B zu übermitteln.

Über Sybilles Tod hinaus ist die Feste Traunstein ein Hort des Wissens.
Immer mehr Menschen zog es dort hin und bald wurde der Platz knapp. Das vor der Feste vorhandene Dorf wurde immer größer und größer.
Nach ihrem Ableben wurde es ihr zu Ehren umbenannt in

“Novosybill”.[/read]

Novosybill

Die Stadt Novosybill liegt im Süden Tirnens und war bis zur Gründung der Akademie unbedeutend. Mittlerweile wurde die Akademie zu einer Stadt und ihr an einer Kalksteinklippe gelegenes Ende ziert nun der größte Semaphorenturm der Welt: die Feste Traunstein.[read more=”Mehr” less=”Weniger”]

Manch einer behauptet auch, dass hier das größte Archiv der Welt zu finden sei. Doch solche Nachrichten würden sich nie so schnell verbreiten wie deren Widerlegung.[/read]

Religion

Geschichte der Inseln

Die Entstehung der Westlichen Inseln und des Weltenbruchs sind eher Mythos als Tatsache. Doch kennt sie ein jeder in Tirnen.

Vor langer Zeit lebten die alten Götter unter den Menschen und mischten sich in deren Belange ein oder benutzten sie für ihre Zwecke und Intrigen gegeneinander.[read more=”Mehr” less=”Weniger”]

Dies ging soweit, dass sie eines Tages – nach zahllosem Blutvergießen – einsehen mussten, dass sie mit ihrem Tun gefehlt hatten. So verließen sie das Festland von dort aus, wo das heutige Tirnen liegt und stiegen auf in die Lüfte.

Die genaue Lage der Orte, von denen sie aufstiegen, ist nicht bekannt, obwohl die Gelehrten schon seit Generationen nach ihnen suchen. Man ist sich nur sicher, dass ein solcher Ort eine beträchtliche Macht, welcher Art auch immer, bergen musste. Bald nachdem sie das Festland verlassen hatten, stürzten alle Götter ins westliche Meer. Ob die Götter dies mit Absicht taten oder ob es nochmals zu einer Auseinandersetzung zwischen ihnen kam, offenbarten sie nicht einmal den höchsten Priestern ihrer Anhänger. Zur damaligen Zeit gab es im westlichen Meer soweit das Auge reichte nichts als Wasser. Kein einziges Land war je von einem Seefahrer entdeckt worden. Doch bereits wenige hundert Jahre nach dem Sturz der Götter hatten sich unzählige Inseln gebildet. Jede einzelne versehen mit einem der magischen Geysire in ihrem Mittelpunkt. Man sagt, diese Geysire seien die Resonanz der Tatsache, dass an dieser Stelle ein göttliches Wesen unsere Daseinsebene verlassen hat. Ob es mit dem Sturz der Götter zu tun hat oder ob es an der Kraft der Geysire liegt, kann kein Gelehrter beantworten, aber jenseits der Inseln beginnt ein Gebiet, dessen Auswirkungen je weiter man sich nach Westen begibt immer stärker wird.

In dieser Verwerfung der Realität, die wir heute als Weltenbruch kennen, scheint alles anders zu sein, als wir es kennen, jedoch sind alle, die dort hinsegelten, nicht zurückgekehrt – bis auf Wenige, die zurückkehrten mit einem zerstörten Geist, einer kranken Seele und einem kalten Herz. Jeder dieser Rückkehrer schilderte etwas anderes. Nichts davon scheint real zu sein oder einen Hinweis darauf zu geben, was man dort in den westlichen Meeren finden oder antreffen könnte.[/read]

Tafel der Götter
Die göttliche Natur

Götter sind weder gut noch böse, sondern sind die verschiedenen Seiten einer Sache, in den meisten Fällen die Kehrseiten ein und der selben Medaille. Somit ist auch die Kirche nicht zwangsläufig gut oder böse, es gibt kein offensichtliches “das ist ein Tempel der Bösen”. Diese Unterscheidung gibt es nur bei den Halbgöttern und deren Anhänger, da die Kinder der Götter immer nur einen Aspekt der göttlichen Eltern abbekommen haben. Aber das macht sie trotzdem nicht zwangsläufig gut oder böse, sie werden je nach Aspekt den sie abbekommen haben aber (wahrscheinlich) fanatisch oder extrem sein, da ihnen der ausgleichende Gegenaspekt fehlt.[read more=”Mehr” less=”Weniger”]
Die Götter schienen, solange sie noch auf Erden wandelten, einige sehr menschliche Anwandlungen gehabt zu haben. Leider wurde dies besonders dadurch deutlich, dass sie sich häufig und gerne stritten und dies immer wieder in kriegerischen Auseinandersetzungen gipfelte. Irgendwann wurde es den Göttern zu mühselig, sich selbst zu bekämpfen, darum beschlossen sie, sich Krieger nach ihrem Abbild zu erschaffen, damit waren die Menschen geboren. Da die Götter einen Teil ihrer Macht opfern mussten, um die Menschen gestalten zu können, waren sie darauf angewiesen, ihre göttliche Kraft nun aus dem Glauben ‘ihrer’ Menschen zu beziehen. Dies war für die Götter mit dem Risiko verbunden, dass ihre Macht schwinden würde, wenn all ihre Krieger vernichtet waren. Daher schenkten sie den Menschen die Vermehrung.

Womit die Götter aber nicht gerechnet hatten, war der eigenwillige und auch wankelmütige Geist der Menschen – hatten sie diese doch nach ihrem Ebenbild erschaffen – der die Götter vor ein neues Problem stellte. Wenn sich die Menschen nach Generationen gar nicht mehr daran erinnerten, welcher Gott ihren Ahn erschaffen hatte, dann neigten sie dazu, anzubeten, wer ihnen gerade in den Sinn kam und so konnte es sein, dass ein Gott an Macht verlor. Natürlich war das der Grund für viele Intrigen und noch heftigere Kriege, da jeder Gott sich die Kraft durch die Anbetung der Menschen sichern wollte. Zu der Zeit aber stellten die Götter fest, dass der Tod eines Gottes verheerende Folgen für den Zusammenhalt des Universums haben würde. Als Iotslot’Wels Gläubige beinahe vollkommen aufgerieben waren und der Kriegerische, gegen den sich alle zuerst geworfen hatten, kaum mehr existierte, fehlte dem Universum der Krieg, aber auch der Frieden. Die Krieger griffen einander nicht mehr an, denn „Was war Krieg?“ und die restlichen Menschen konnten auch nicht mehr miteinander umgehen, da ihnen auch kein Verständnis für den Frieden geblieben war und auch die Götter waren kaum noch dazu in der Lage einander zu begreifen. Damit lernten sie, dass auch sie alle Aspekte für ihre Existenz benötigten und beschlossen einen Neuanfang, der dazu führte, dass sie unsere Daseinsebene verließen.[/read]

Die Heilige Liga

In den finsteren Jahrhunderten wurden viele Halbgötter, welche sich zu erkennen gaben, angebetet und errichteten eine eigene Kirche mit Priesterschaft. Diese durch die Strafe der Götter dämonisierten und sterblichen Halbgötter wurden durch das Prinzip der steigenden Macht durch ihre Anhänger immer mächtiger und den Göttern ebenbürtig. Dies ging soweit, dass sich einige sogar trotz des Urteils ihrer Eltern von der Sterblichkeit befreien und wieder auf ein ewiges Leben hoffen konnten.[read more=”Mehr” less=”Weniger”] Die Götter hatten geschworen, nicht mehr in die Belange der Menschen einzugreifen, konnten aber auch diese bereits zu mächtigen Halbgötter nicht weiter an Macht gewinnen lassen. Daher wählten sie sich einen unter den Menschen aus, der würdig war, gegen die Armeen der Dämonen anzutreten. Sie schickten ihm eine Vision, die ihm verkündete, er solle der Löwe sein, der im Namen der Götter die Dämonen schlägt und er sei auserwählt, die Menschen in eine bessere Zeit zu führen.

Im Namen der Götter und im Zeichen eines Löwen sammelte er die gläubigsten und kampferprobtesten Diener der alten Götter um sich und führte sie unter dem Löwenbanner in die Schlacht gegen die Heere der Dämonen. Diese Armee der heiligsten Männer und Frauen war sofort in aller Munde und Hoffnung breitete sich in den Herzen der Menschen aus und bald schon war die Rede von der Heiligen Liga, welche die Errettung vor den Heeren der dämonisierten Halbgötter bringen werde. Und somit wurden die Halbgötter von der Heiligen Liga bekämpft, besiegt und deren Kirchen niedergeworfen und die fehlgeleitete Priesterschaft auf die Scheiterhaufen geführt.

Heilige Liga ist ein Name, der bis zum heutigen Tage geblieben ist und eine Institution, die Ehrfurcht und auch Schrecken in ihrem Namen mit sich klingen hat, denn auch heute noch ist die Hauptaufgabe der Heiligen Liga die Suche. Die Liga ist andauernd damit beschäftigt, Halbgötter aufzuspüren, welche die Göttlichkeit suchen und danach trachten, die Menschheit zu beeinflussen. Man nimmt diese Aufgabe in der Heiligen Liga sehr ernst und es kommt schon einmal vor, dass man dabei über das Ziel hinausschießt, besonders da es kaum mehr Halbgötter gibt oder zumindest keine mehr, welche den Wagemut hätten, sich gegen die Gesetze ihrer Eltern zu stellen.[/read]

Kleine Religionsgeschichte Tirnens

Vor langer Zeit lebten die Götter unter den Menschen und mischten sich in deren Belange ein oder benutzten sie für ihre Zwecke und Intrigen gegeneinander. Dies ging soweit, dass sie eines Tages – nach zahllosem Blutvergießen – einsehen mussten, dass sie mit ihrem Tun gefehlt hatten. So verließen sie das Festland von dort aus, wo heute Tirnen liegt und stiegen auf in die Lüfte, jeder auf eine andere Art. [read more=”Mehr” less=”Weniger”]Wie dies genau ausgesehen haben mag, kann heute niemand mehr mit Gewissheit sagen, da alle Berichte der damaligen Zeit zu sehr mit Erfindungen und Sagenhaftem verfälscht worden sind. Wir glauben heute, dass die Patronin Tirnens, Etirnia, auf einem Sonnenstrahl hinfortgetragen wurde, auch ist man sich sicher, dass Yag’Cassul selbst zu einem Blitz wurde und in einer Explosion aus Wind und Feuer verschwand. Esnah soll auf einer güldenen Wolke verschwunden sein, aus der Münzen aller Länder und die edelsten Gewürze regneten, wohingegen Iotslot’Wel von einem gerüsteten Vogel davongetragen worden sein soll.

Die genaue Lage der Orte, von denen sie aufstiegen, ist nicht bekannt, obwohl die Gelehrten schon seit Generationen nach ihnen suchen. Man ist sich nur sicher, dass ein solcher Ort eine beträchtliche Macht, welcher Art auch immer, bergen sollte. Bald nachdem sie das Festland verlassen hatten, stürzten alle Götter ins westliche Meer. Ob die Götter dies mit Absicht taten oder ob es nochmals zu einer Auseinandersetzung zwischen ihnen kam, offenbarten sie nichteinmal den höchsten Priestern ihrer Anhänger. Zur damaligen Zeit gab es im westlichen Meer soweit das Auge reichte nichts als Wasser. Kein einziges Land war je von einem Seefahrer entdeckt worden. Doch bereits wenige hundert Jahre nach dem Sturz der Götter hatten sich unzählige Inseln gebildet. Jede einzelne versehen mit einem der magischen Geysiren in ihrem Mittelpunkt. Man sagt, diese Geysire seien die Resonanz der Tatsache, dass an dieser Stelle ein göttliches Wesen unsere Daseinsebene verlassen hat. Ob es mit dem Sturz der Götter zu tun hat oder ob es an der Kraft der Geysire liegt, kann kein Gelehrter beantworten, aber jenseits der Inseln beginnt ein Gebiet, dessen Auswirkungen je weiter man sich nach Westen begibt immer stärker wird. In dieser Verwerfung der Realität, die wir heute als Weltenbruch kennen, scheint alles anders zu sein, als wir es kennen, jedoch sind alle, die dort hinsegelten, nie zurückgekehrt – bis auf die Wenigen, die wiederkamen, mit einem zerstörten Geist, einer kranken Seele und einem kalten Herz. Jeder dieser Rückkehrer schilderte etwas anderes. Nichts davon scheint real zu sein oder einen Hinweis darauf zu geben, was man dort in den westlichen Meeren findet oder antrifft. Die einzige Gottheit, die laut alter scholastischer Ansicht nicht ins Meer gestürzt sein soll, war Etirnia. Nach mehreren ausgiebigen Disputen über die Kraft, welche an dem Ort des sogenannten „Etirniasturzes“ herrscht, kam man überein, dass es sich um das Wirken einer göttlichen Kraft handelt und man es nicht mit hermetischer Energie oder einem alchemistischen Vorkommnis zu tun haben kann. Ungeachtet der Tatsache, dass diese Energie in keinster Weise der jener Geysire gleicht, geht man davon aus, dass an dieser Stelle Etirnia auf die Erde zurückgekommen ist und darum wurde dort auch die Hauptstadt Tirnens mit dem Namen Etirnia gegründet, um die Göttin zu ehren, welche seither die Patronin Tirnens ist und deren Schutz man sich unterworfen hat.

Von ihren Eltern verlassen übernahmen deren Kinder, die Halbgötter, das Lenken der menschlichen Geschicke. Dies taten sie jedoch, anders als ihre Eltern, im Verborgenen. Damit sie sich nicht verleiten lassen konnten in die Geschicke der Sterblichen einzugreifen, leisteten alle Halbgötter einen Schwur auf den Namen ihres göttlichen Elternteils, um andernfalls verdammt zu sein und ihre Unsterblichkeit einzubüßen. Diejenigen unter ihnen, welche sich in die Politik und Machenschaften der Sterblichen einmischten, verloren in manchen Fällen nicht nur ihre Unsterblichkeit, sondern wurden bei schweren Verfehlungen zudem noch durch elterlichen Richtspruch entstellt. Diese gefallenen Halbgötter wurden von der Bevölkerung Dämonen genannt. Ein häufiger Grund für die göttlichen Nachkommen, sich den Sterblichen erkennen zu geben, war es, Armeen auszuheben, um gegen andere Halbgötter anzutreten, denn die Streitigkeiten untereinander hatten sie von ihren Eltern übernommen.[/read]

Göttliche Magie und Heilung

Einem Priester ist daran gelegen, die Ausgewogenheit innerhalb der Aspekte seines Gottes zu suchen. Beispielsweise würde (fast) nie ein Priester Sor’Dôns einen alten Bauern durch Gebetsmagie heilen (Verschwendung göttlichen Segens), da der Bauer weder Tod bringen kann, noch neues Leben zeugen wird. [read more=”Mehr” less=”Weniger”]Die Priester Sulig’Repsas würden einen Bauern jeden Alters immer heilen, hätten allerdings bei einem Krieger echte Erklärungsnöte, warum sie das denn tun sollten. Prinzipiell dürfen sie mit konventioneller Heilung jeden heilen. Sie können sich auch, wenn sie es für nötig halten, mehr Gebetsheil von dem Gott ihres Ordens erbitten. Das beinhaltet allerdings entweder ein Opfer des Geheilten oder des Priesters oder ein Ritual oder von allem ein bisschen.

Opfer dieser Art können unterschiedlichste Formen annehmen. Dem Gott oder der Kirche kann ein Schwur geleistet werden (Unterstützungseid/ Beitritt in den Orden…/ Schweigegelübde/ Zölibat/ Abstinenz… für gewisse Zeit). Es muss etwas für den Orden oder die Landeskirche erledigt oder eine persönliche Sache in Angriff genommen werden. Die Art des Opfers sollte sowohl zur Person, zum Gott und zu der Art der Verletzung passen. Materielle Opfer werden nicht geduldet, die Kirche ist reich und viel mehr am Seelenheil der Verletzten interessiert, als es sich besonders Nichttirnener vorstellen können.[/read]

Priester des Pantheons

Die Priesterschaft der Götter ist, an sich, keinem Konzept wie gut und böse verhaftet, aber jeder kann seine eigenen Ansichten einbringen, solange sie nur der Domäne seines Gottes zuträglich sind und nicht gegen die Gesetze Tirnens verstoßen. Die Priesterschaft hat aus den Erfahrungen der Götter ihre Lehre gezogen und eingesehen, dass für das Leben, wie wir es kennen, alle göttlichen Aspekte notwendig sind. Dies führte unter der Anleitung der Heiligen Liga zur Gründung einer Landeskirche, welche für aller Götter gleichermaßen steht.[read more=”Mehr” less=”Weniger”]

Auf diese Art ist es auch nicht nötig, die Kirche in unterschiedliche Tempel aufzuteilen, da sich die Priester aller Götter unter einem Dach versammeln können. Ein Tempel der Landeskirche kann sowohl den Göttern geweiht sein und viele verschiedene Priester beherbergen oder nur einem Gott mit einer einzigen Priesterschaft.

Um ein Konkurrenzdenken auszuschließen, spricht man im allgemeinen nur von der Kirche, wenn man die Landeskirche meint und ansonsten von Orden. Wie etwa dem Orden der Etirnia und ihrer Priesterschaft.

Der Werdegang und die Funktionen der Priesterschaft kann sehr unterschiedlich aussehen. Ein Priester Iotslot’Wels kann ein Kämpfer für die Kirche sein, eine Priesterin Muab’Mats wird in jedem Haus, in dem eine Geburt ansteht, willkommen sein und mit ihrer Weisheit und Ausbildung ist die Priesterschaft fast jeden Ordens als Berater und Magister begehrt.

Ein Priester kann – erst einmal – nur einem Orden angehören und dort aufsteigen, indem er die unterschiedlichen Aufgaben und Ausbildungen einer Priesterausbildung meistert. Die Reihenfolge und Schwerpunkte dieser Karriere hängen vom jeweiligen Orden ab.

Beim Eintritt in einen Orden erhält man den Titel des Laien (Anrede=Bruder) und wird nach einiger Zeit und nach der Einschätzung der Priester zum Akolythen (Bruder) ernannt. Priesterränge sind Arhat/Arhata (Mutter/Vater); PrälatIn (Hochwürden); Ordinarius (Euer Gnaden). Das Oberhaupt eines Ordens ist der Bischof (Euer Eminenz). Die Angehörigen der Landeskirche sind Kardinalarhat, Kardinalprälat und Kardinalordinarius, werden aber meist nur als KardinalIn bezeichnet, die Anrede ist immer Euer Eminenz. Kopf der Landeskirche ist der/die PatriarchIn, dem/der die Anrede Eure Heiligkeit zukommt.

Eine Karriere in der Landeskirche als Kardinal kann nur anstreben, wer das Ordinat in mindestens zwei Orden erreicht hat und auch dann kann er nur durch besondere Leistungen in die Landeskirche gewählt werden. Die Kardinäle wiederum erwählen den Patriarchen.[/read]

Fremde Götter in Tirnen. Ein Problem?

Zumal Tirnen ein Land ist, das an einen vollständigen Pantheon glaubt, von dem jeder Gott gleichermaßen angebetet und um Schutz angerufen wird, fällt es den weltoffenen Tirnern auch nicht schwer, die Existenz anderer Götter zu akzeptieren und ihr Wirken anzuerkennen. Als Fremder kann man also Toleranz gegenüber dem mitgebrachten Glauben erwarten.[read more=”Mehr” less=”Weniger”]

Die Priesterschaft Tirnens hegt allerdings gegenüber ausländischen Göttern und deren Gläubigen häufig ein ‘wohl begründetes’ Misstrauen, wenn sich dafür die entsprechenden Gründe bieten. Dies gilt besonders für Götter, die aus der Sicht der Tirnener Staatskirche einseitig, extrem oder gar fanatisch sind, denn für einen Priester aus Tirnen klingt dies natürlich nach Halbgöttern, welche sich niemals hätten zu erkennen geben dürfen, was wiederum aus deren Priesterschaft Dämonendiener macht. Ordensangehörige, welche lediglich deswegen Fanatiker sind, weil sie nur einem Aspekt eines ausgewogenen Gottes dienen, werden aus kirchlicher Sicht in Ruhe gelassen, allerdings gibt einem eine bestimmte Glaubensauslegung trotz allem kein Recht, gegen die geltenden Gesetze Tirnens zu verstoßen oder gar andere Tempel zu schänden oder schlecht über irgendeinen Gott Tirnens zu reden. Sollte sich jemand als Dämonenpriester darstellen oder den Pantheon Tirnens verunglimpfen, dann wird derjenige von Glück reden können, wenn er lediglich mit dem Gesetz zu tun bekommt. Sollte er sich allerdings einem Ritter der heiligen Liga gegenübersehen, so wird das Beste, was ihm noch widerfahren kann, ein schneller und schmerzloser Tod sein.

Sollte man sich also als Fremder in Tirnen urplötzlich in einem intensiven Gespräch über den eigenen Glauben mit einem Kirchenangehörigen Tirnens befinden, so könnte es daran liegen, dass die Priesterschaft Tirnens immer auf der Hut ist und überprüfen möchte, ob es sich bei diesem fremdländischen Gott nicht vielleicht doch um einen der aus Tirnen geflohenen Halbgöttern handelt.[/read]

Geschichte

?-400 v.d.g.K - Das Zeitalter der Alten

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Die Götter schufen Tirnen, um einen Platz zu haben, an dem sie ihre Streitigkeiten austragen konnten.
Sie erschufen die Tiere und Menschen als Abbilder und belebten sie mit einem Teil ihrer selbst.
Und sie gaben ihnen den Willen, damit sich die Menschen entscheiden konnten, wem sie dienen wollten.

Es geschah, wie es die Götter sich erhofft hatten: Die Menschen errichteten Tempelpaläste und erschlugen sich im Namen ihrer Götter.
Mit jedem Sieg wurden die alten Götter stärker, doch mit jeder Niederlage schwächer.

Aber nicht nur das, wenn ein Gott schwächer wurde, verblasste sein Aspekt in den Seelen der Menschen immer mehr.
Kein Gott konnte so die Oberhand gewinnen und nur die Versessensten wollten an diesem Plan weiter festhalten.
Die Götter beschlossen in einem Akt der Barmherzigkeit diese Welt den Menschen zu überlassen und sich etwas anderes einfallen zu lassen, um ihre Zwiste auszutragen.
Und so stiegen sie auf in den Himmel.

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400-0 v.d.g.K - Die Ära des Blutes

[read more=”Mehr” less=”Weniger”]Von ihren Eltern zurückgelassen, übernahmen die Halbgötter die Führung über die Menschen.
Im Gegensatz zu ihren Eltern waren sie nicht unverwundbar, dafür aber auch nicht von den Menschen abhängig. So führten sie erbarmungslose Kriege gegeneinander und gegen Gläubige.
Es formten sich Allianzen und die Menschen begannen mehrere Götter und ihre Vertreter zu verehren.
Die Halbgötter begannen viele Kriege um die Vorherschaft über Tirnen, und einige aus nichtigeren Streitereien herraus, welche das Land verheerten. Das Leben der Bevölkerung galt in jenen Tagen wenig und das Leid war grenzenlos. Ganze Landstriche wurden in Schutt und Asche gelegt, Familien zerissen und Dörfer entvölkert. Die wenigen die sich, zu dieser Zeit, gegen die Halbgötter stellten erlitten furchtbarere Schicksale.

Aus diesen Kriegen blieben fünf mächtige Reiche zurück, als die Menschen Tirnens das sinnlose Morden für sogenannte “höhere Ziele” leid waren und rebellierten immer wieder gegen ihre Herrn.
Als die Menschen sich erhoben, rief Bertram, ein junger Sprößling Etirnias, seine Geschwister, die über die verbliebenen Reiche herrschten, zu sich.
Am Krater seiner Mutter sollen die sechs eine Vision erhalten haben und unterwarfen sich Bertram anschließend.
Tirnen wurde als Reich geeint und erhielt seinen ersten König.[/read]

Bertrams goldenes Zeitalter

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Bertrams goldenes Zeitalter: der Wendepunkt der Geschichte
Hier begannen die Aufzeichnungen. Die Geschichte wird greifbarer, auch wenn das meiste aus dieser Zeit zu fantastisch klingt, um es zu glauben.

Doch birgt diese Zeit auch Rätsel. Wo sind sie, die Errungenschaften dieser Tage? Wo sind die Erfindungen, die das Leben so viel leichter machten?
Bertram hinterließ einen Königshof mit Nachkommen und ein florierendes Land.

Mit seinem Tod beginnt das Jahr 0 n.d.g.K. und ein stetig fortschreitender Zerfall kommt über das einst blühende Reich.

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0-153 n.d.g.K - Die Dekaden des Hasses

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Die Dekaden des Hasses beschreiben die Zeitspanne nach dem Tode Bertrams.

Das Königshaus ist weiterhin stabil und wird von den Söhnen Bertrams fortgeführt, doch erheben sich vermehrt Halbgötter aus ihren Städten und Löchern.
Diese Emporkömmlinge scharen recht schnell Anhänger um sich, um gegen die Ordnung aufzubegehren. Oder aber um andere Emporkömmlinge niederzustrecken.

Anders als in der Ära des Blutes sind diese Scharmützel kleiner, dafür aber zahlreicher.
Dörfer und Städte brannten aufgrund von Nichtigkeiten (oder weil sie dem falschen Halbgott zur falschen Zeit ein Brot verkauft hatten) nieder.
Erneut waren die Sterblichen Tirnens zu Marionetten verkommen, die ihr Leben ließen und ihre Heime und Äcker verwaisten.
Jene Halbgötter, die nicht mit der Stärke des Armes gesegnet waren, nutzten ihre Talente auf anderen Gebieten.
Die Wirtschaft und Forschung stagnierten oder entwickelten sich sogar zurück aufgrund von ständigen Embargos und Intrigen der politisch Aktiven.
Krankheiten und Hungersnöte rafften die Menschen dahin und das Licht der Götter schien nun über den Sterblichen erloschen zu sein.

Der Hof schien dieser Sache machtlos gegenüber zu stehen, waren doch Bertrams Söhne keine Halbgötter “des alten Schlages mehr”, sondern wurden als “verwässerte Blutlinie” gesehen.
Berater und Höflinge waren längst keine Vertrauten des Königs mehr, sondern entweder selbst Halbgötter oder aber ersetzbare Schachfiguren.
Tabros, ein steter Verfechter der Entscheidung Bertrams, bewieß mehrmals seine Loaylität und genoss das Vertrauen der Könige.
War er doch schon zu Zeiten Bertrams ein Freund und Bruder des Großen Königs gewesen.

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153 n.d.g.K. - Die Entscheidung des Johnidas

[read more=”Mehr” less=”Weniger”]Tabros, ein weiterer Sprössling Etirnias, überzeugte Johnidas, den Ururenkel Bertrams, im Jahre 153 n.d.g.K. davon, dass die Welt ohne Halbgötter wie ihn besser dran wäre, um eine zweite Ära des Blutes zu verhindern. So erstellte der noch junge König Johnidas das „Johnidaische Dekret“, das alle göttlich berührten Wesen – also alle, die göttliche Macht innehatten (abgesehen von jenen, die von Etirnia abstammen) – des Landes verwieß.

Tabros sammelte alle in dem Ort Fjellhaven, um mit ihnen auf die unbesiedelten Inseln im Westen zu fahren, die als neue Heimat der Göttlichberührten auserkoren wurden. So sollten Frieden und Ruhe im Reich einkehren. Das Dekret behandelte die Göttlichberührten als Kranke, welche erst wieder nach Tirnen zurückkehren sollten, wenn ihre Göttlichkeit aus ihnen gewichen war. Tabros versprach, sich diesem Zustand anzunehmen, um sie zu kurieren.

Tirnen war geeint und frei von göttlichen Wesen und es brach ein goldenes Zeitalter an. 178 n.d.g.K., genau 25 Jahre nach dem Johnidaischen Dekret, erhob sich im Norden des Landes das sogenannte „Wahre Bündnis“: ein Zusammenschluss der dunkleren Götterkinder, welche das Dekret nicht anerkennen wollten und sich der Verfolgung durch Tabros entzogen hatten. Die Heilige Liga, ein Zusammenschluss von Tempeln und Orden der lichten Götter, die dem Königshaus treu ergeben waren, gründete sich und schlug dieses Aufbegehren blutig und gnadenlos nieder. Die Anbetung der dunklen Götter wurde verboten. Johnidas sollte das Ende des Krieges im Jahr 180 n.d.g.K. nicht mehr erleben: Er verstarb an einer Lungenentzündung im Kreise seiner Familie. Im Fieber soll er halluziniert haben und sprach von Verrat und Tod.[/read]

185-412 n.d.g.K. - Der Krieg der drei Söhne

[read more=”Mehr” less=”Weniger”]Roman, Johnidas Sohn, regierte 5 Jahre über Tirnen. Sein verschwenderischer Umgang mit der Staatskasse und die vielen unehelichen Kinder zogen schnell den Hass und den Ärger des Volkes auf sich und so wurde er auf einer Reise durch das Land 185 n.d.g.K. erschlagen.

Tirnen war ohne König und 3 Mütter reckten ihre Sprösslinge gen Thron, die allesamt von Roman abstammen sollten.

Der Krieg der drei Kinder entbrannte in Tirnen. Er verwüstete 15 Jahre das Land. Mehr oder weniger große Konflikte brachen hier und dort aus, ehe sich die Kurfürsten, jene Stammeshäuptlinge der alten Zeit mit neuem Titel, zu Wort meldeten und sich für Eduard Thernan aussprachen. Nachdem die Abstammung einwandfrei auf Etirnia zurückzuführen war, stand der Krönung im Jahr 200 n.d.g.K. nichts mehr im Wege.

Eduard läutete eine Zeit des Friedens in Tirnen ein und sein Geschlecht sollte diesen Frieden über Jahrzehnte beibehalten. Die Thernan-Dynastie brachte dem Land Stabilität und Wohlstand. Im Jahr 410 n.d.g.K. verstarb Königin Leonie Thernan beinahe kinderlos. Der minderbegabte Joschua wurde vom Kurfürstenrat nicht als König akzeptiert und so begann das Jahr der Suche. Der Krieg der 3 Kinder hatte viele Adelshäuser und Aufzeichnungen den Flammen ausgeliefert, sodass die Suche nach Sprösslingen der Etirnia sich sehr schwierig gestaltete.[/read]

412-514 n.d.g.K. - Elderun bis heute

[read more=”Mehr” less=”Weniger”]Im Jahr 412 n.d.g.K. wurde Alecksander Elderun ausfindig gemacht.

Tirnen feierte eine neue Königsfamilie, welche das Land reformierte.

Der Kurfürstenrat begehrte vermehrt auf, die alte Doktrin der Blutlinie abzuschaffen, da sie doch schon zu oft für Chaos und Verwirrung gesorgt habe.

Alma Elderun, die Gemahlin Thorben Elderuns, bestärkte den Kurfürstenrat darin, wohl aber nur, um ihren erstgeborenen Sohn auf den Thron zu verhelfen, der nicht jener Blutlinie entsprang.

Die Elderun-Dynastie regierte Tirnen über 3 Generationen hinweg. Nach Thorbens Tod akzeptierten die Kurfürsten Alma aber nicht als Herrscherin, da sie schon der Ehe der beiden abgeneigt waren und so zerbrach das Land in seine Kurfürstentümer.

Da keiner der Blutlinie Etirnias entsprang und das alte Gesetz nicht abgesetzt worden war, versuchten die Kurfürsten durch Krieg und Intrigen ihre Rivalen auszustechen; das Land versank abermals im Bürgerkrieg.

Der Kurfürstenrat wurde nach heftigsten Kriegen erneut ins Leben gerufen, ehe das Land gänzlich den Feuern des Krieges oder den Nachbarn, welche schon lechzend an den Grenzen warteten, zum Opfer fiel. Seither herrscht ein brüchiger, aber konstanter Frieden.

Ohne einen Erben Etirnias wird Tirnen aber der Lähmung des Rates erliegen und wieder in Machtkämpfen versinken.

WWir schreiben das Jahr 514 n.d.g.K. und es ist kein Licht am Ende der Dunkelheit in Sicht. Oh Etirnia! Sende uns doch deinen Sprössling, vergessen und verbrannt im Chaos so vieler Kriege![/read]